Dienstag, 18. Dezember 2012

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

Schluss mit Steuertricks (Tagesanzeiger)
Weltweit tätige Konzerne sparen mit legalen Steuertricks Milliarden. Eine neue Art der Unternehmensbesteuerung soll dafür sorgen, dass die Konzerne da Steuern zahlen, wo sie ihr Geld verdienen.

Mit Google über die Bermudas surfen (Standard)
Amazon und Google reizen Schlupflöcher im nationalen Steuerrecht aus. Die OECD will handeln, Experten zweifeln an den guten Absichten.

"Konzerne erpressen Staaten" (Kleine Zeitung)
Steuerbegünstigung, oder wir wandern ab - mit diesem Satz erpressen Konzerne Staaten. Wie sich Apple, Amazon und Co Steuern sparen - und warum Regierungen tatenlos zusehen. Erklärt von Steuerexperte Markus Meinzer im Interview.

Milliarden-Ersparnis: Google-Boss ist "sehr stolz" auf Steuertricks (Spiegel)
Mit komplizierten Manövern spart Google Milliarden an Steuern. Peinlich ist das dem Verwaltungsratschef des Suchmaschinenkonzerns überhaupt nicht. "Das nennt man Kapitalismus", sagt Eric Schmidt.
TJN-Kommentar: Eine interessante Anmerkung dazu im internationalen Blog von TJN: http://taxjustice.blogspot.de/2012/12/google-boss-eric-schmidt-takes-dim-view.html

Milliardenstrafe für die HSBC: Quittung für den Handel mit dem Feind (Spiegel)
Es ist die größte Geldbuße in der Bankengeschichte: Mit 1,9 Milliarden Dollar kauft sich die britische HSBC vom Vorwurf der Geldwäsche und Terrorfinanzierung frei. Doch diese Strafe steckt der Finanzkonzern locker weg - so wie die meisten Missetäter in der Londoner City günstig davonkommen.

Geschäfte mit Iran: und Drogenmafia Großbank HSBC zahlt Milliardenstrafe wegen Geldwäsche (Spiegel)
Die britische Großbank HSBC transferierte über Jahre fragwürdige Gelder aus Iran, Mexiko oder Saudi-Arabien, nun muss sie dafür zahlen: Das Institut hat sich mit der US-Regierung auf eine Strafe in Höhe von fast zwei Milliarden Dollar geeinigt - eine Rekordsumme.

Verdacht auf Betrug mit CO2-Zertifikaten: Razzia in der Zentrale der Deutschen Bank (Spiegel)
Die Polizei hat die Deutsche-Bank-Zentrale durchsucht: Mindestens 25 Mitarbeiter werden verdächtigt, Hunderte Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben - gegen fünf Beschuldigte wurden Haftbefehle erlassen. Insgesamt 500 Ermittler durchsuchten auch Wohnungen und Büros in Berlin und Düsseldorf.
TJN-Kommentar: Endlich scheinen sich in Deutschland Staatsanwälte, Regulierer und Politik dazu durchzuringen, im Finanzsektor ernsthaft aufzuräumen. Schon die Razzia bei der UBS kürzlich lässt hoffen, dass es nicht wie 2011 bei Credit Suisse und Julius Baer die Ermittlungen eingestellt werden (siehe hier). Warum es keine gute Idee ist, Banker mit Geldstrafen davon kommen zu lassen, können Sie hier nachlesen. Leider werden wir das Problem der "too-big-to-jail"-Banker wohl erst lösen können, wenn Banken geschrumpft wurden und ein Unternehmensstrafrecht in Deutschland eingeführt wurde. Und natürlich wenn wir die Probleme in der deutschen (Steuer)Strafjustiz endlich lösen (siehe hier und hier).

Telefonat mit Bouffier: Empörung über Anruf des Deutsche-Bank-Chefs (Spiegel)
Der Ton gegenüber der Deutschen Bank wird schärfer: Unions-Fraktionsvize Meister hat nun mit scharfen Worten Konzernchef Fitschen attackiert. Hintergrund ist dessen Anruf beim hessischen Ministerpräsidenten, in dem er sich über eine Razzia beschwerte.

Kriminelle Geschäfte bei Emissionshandel: Deutsche Bank ignorierte Warnungen (SZ)
Schwere Versäumnisse bei der Deutschen Bank: Bereits 2009 warnte der britische Fiskus das Geldinstitut vor kriminellen Geschäften beim Emissionshandel. Doch anstatt intern durchzugreifen, weitete die Bank diese Geschäfte sogar noch aus und ließ sich dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit dubiosen Firmen ein.

Steueraffäre: Deutsche Bank soll belastendes Material gelöscht haben (SZ)
In der Steueraffäre bei der Deutschen Bank vermuten die Ermittler nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", dass bei einer Vertuschungsaktion relevante E-Mails vernichtet wurden. Zudem wurde ein Geldwäscheexperte des Instituts festgenommen. Die Bank weist die Vorwürfe zurück.

Schmutziger Handel mit CO2-Zertifikaten: Spur im Deutsche-Bank-Skandal führt nach London (Spiegel)
Die Deutsche Bank gerät wegen schmutziger Deals einiger Mitarbeiter unter Druck. Sie werden verdächtigt, im großen Stil mit Steuerbetrügern beim Handel mit Emissionszertifikaten kooperiert zu haben. Pikant daran: Die Geschäfte fielen in den Verantwortungsbereich des heutigen Konzernchefs Anshu Jain.

Finanzplatz London: London Falling (manager-magazin)
Das Finanzzentrum London kämpft um seine Vormachtstellung - nicht immer auf die feine englische Art. Politiker und Aufseher geben dem Druck der Lobby nach und weichen die Regulierung auf. So verteidigt die City ihren Status als Oase für Finanzakrobaten.

Das Geschäft der Steuerhinterziehung blüht (Südkurier)
Die Behörden leiten immer mehr Verfahren ein. Wer sein Geld am Fiskus vorbeischmuggelt, muss mit Konsequenzen rechnen

Steuerfahnder durchsuchen Haus der falschen Frau (SZ)
Mehrere Steuerfahnder durchwühlten von Wäscheschränken bis zum Auto ihr ganzes Haus, sogar ein Strafverfahren wurde eröffnet. Laut Auswertung einer angekauften Steuer-CD sollte eine Frau aus Oberbayern eine halbe Million Euro in der Schweiz versteckt haben. Doch die Frau ist völlig unschuldig.

Steuerhinterziehung: YouPorn-Chef stimmt Auslieferung zu (Welt)
YouPorn-Chef Fabian Thylmann sitzt derzeit in einem belgischen Gefängnis in der Nähe von Brüssel. Innerhalb von zwei Wochen könnte er nach Deutschland überstellt werden.

Studie zur Mittelschicht: Deutschlands Mitte bröckelt (SZ)
Vom wachsenden Wohlstand profitiert nur eine Elite. Forscher des Berliner DIW und der Universität Bremen widerlegen die These von der Stabilität der Mittelschicht. Ein weiteres Studienergebnis: Für die Einkommensschwachen ist es schwieriger geworden, nach oben aufzusteigen.

„Wir zahlen eine Menge“ (ORF)
Mit der Besetzung Dutzender Starbucks-Filialen in Großbritannien hat die Dauerdebatte über die Steuerspartricks internationaler Großkonzerne zuletzt einen neuen Höhepunkt erlebt. Am Pranger stehen vor allem „staatenlose“ IT-Konzerne wie Google, Apple, Microsoft und Facebook, die sich dank komplexer Firmenkonstrukte jährlich Steuern in Milliardenhöhe ersparen.

Mit dem Schlafsack ins Starbucks (Neues Deutschland)
Britische Aktivisten nehmen die US-amerikanische Kaffeehauskette wegen Steuervermeidung ins Visier. Am Sonnabend bekommen in Britannien zahlreiche Starbucks-Filialen unerwünschten Besuch: Die Flashmob-Initiative UK Uncut ist wieder unterwegs. Und ramponiert womöglich das Image des US-Konzerns. Der ist wegen seiner Steuervermeidungspraktiken auch beim britischen Finanzministerium in Ungnade gefallen.

Nach Kritik in Großbritannien: Starbucks will auf Steuertricks verzichten (Handelsblatt)
Dem US-Kaffeebrüher wird der Druck in Großbritannien zu groß: Starbucks will auf der Insel darauf verzichten, seine Steuerzahlungen auf ein Minimum zu drücken. Die Ankündigung gilt allerdings zunächst nur für zwei Jahre.

Illegaler Handel: Wilderer scheffeln gewaltigen Profit (Spiegel)
Holz aus den Tropen, Elfenbein aus Afrika und geschützte Tiere aus aller Welt: Der Handel mit illegalen Naturgütern boomt, wie ein WWF-Report besagt. Die Einnahmen investieren Kriminelle demnach vor allem in Waffen - und gefährden damit Wirtschaft und Sicherheit in armen Staaten.

Abstimmung in Luzern: Schweizer stimmen für mehr Steuern (SZ)
Geldprobleme in der Schweiz? Jahrelang unterboten sich Gemeinden und Kantone mit immer niedrigeren Steuersätzen. Nun hat Luzern als erste größere Stadt der Zentralschweiz in einer Volksabstimmung die Steuern erhöht. Auch in anderen Niedrigsteuerkantonen beginnt das Umdenken.

Steuerfahnder packt aus: "Die Schweiz war immer ein Hort der Hinterzieher" (Spiegel)
Er galt als einer der unerschrockensten Steuerfahnder der Republik: Frank Wehrheim verfolgte viele Jahre lang Schwarzgeldsünder. Dann wurde er kaltgestellt. "Die Schweiz war schon immer ein Hort der Hinterzieher", sagt er - und verrät seine besten Tricks.

Obelix flüchtet vor der Reichensteuer (SZ)
Beim Teutates! Obelix-Darsteller Gérard Depardieu hat keine Lust, die Reichensteuern in seiner Heimat Frankreich zu bezahlen und zieht kurzerhand ins benachbarte Belgien um. So spart er Geld - und provoziert die Regierung und Präsident Hollande.

Gérard Depardieus Steuerflucht: Der steinige Weg zum belgischen Pass (Spiegel)
Gérard Depardieu langt's: Nachdem ihn Premierminister Ayrault "erbärmlich" genannt hatte, kündigte der Schauspieler in einem offenen Wutbrief an, den französischen Pass abzugeben. Er strebt eine Einbürgerung in Belgien an - doch das Motiv für seinen Umzug könnte Probleme bereiten.

Ikea-Chef Ohlsson: "Der Ansporn bei Ikea ist niemals das Gehalt" (Spiegel)
Er ist der Innenarchitekt der globalen Mittelschicht: Ikea-Weltchef Mikael Ohlsson über den Mythos seines Möbelhauses, über Niedriglöhne, Steuervermeidung - und den schwindenden Einfluss von Konzerngründer Ingvar Kamprad.

Spanien: Warren Buffetts nächste Wette (Handelsblatt)
Der weltbekannte Investor sucht derzeit intensiv nach neuen Investmentgelegenheiten; seine Kasse ist prall gefüllt. Fündig geworden ist er ausgerechnet in Südeuropa bei einem angeschlagenen Finanzkonzern.

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